Fokusthema 2026: Raum fürs Miteinander
Die HGW setzt jedes Jahr einen thematischen Schwerpunkt. 2026 steht «Raum fürs Miteinander» im Zentrum. Der Anlass dafür ist klar: Freier Wohnraum ist knapp. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an das Wohnen. Es geht heute nicht mehr nur darum, genügend Wohnungen bereitzustellen, sondern auch darum, wie darin gelebt wird.
Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zentrale Frage:
Wie entsteht bei der HGW Wohnraum? Und was braucht es, damit daraus ein gutes Miteinander wird?
Wohnen und Zusammenleben in einer angespannten Situation
Freier Wohnraum ist knapp, auch in der Region Winterthur. Im Jahr 2025 lag die Leerwohnungsziffer in der Stadt Winterthur bei 0,18 Prozent. Das bedeutet: Nur 104 von rund 58’800 Wohnungen standen leer. Gleichzeitig bleibt die Neubautätigkeit hinter dem Bedarf zurück. Geeignete Grundstücke sind knapp, Planungsprozesse brauchen Zeit und die Baukosten sind gestiegen.
Diese Ausgangslage prägt auch unsere Arbeit bei der HGW.
Die Rolle der HGW
Seit über 100 Jahren schafft und erhält die HGW preisgünstigen Wohnraum in der Region Winterthur. Heute leben über 5’000 Menschen in unseren etwa 2’250 Wohnungen. Die HGW ist längst ein wichtiger Teil der Stadt und der Region geworden.
Als Genossenschaft wirtschaften wir verantwortungsvoll, verfolgen dabei aber andere Ziele als Anbieter:innen auf dem freien Markt. Unsere Mieten orientieren sich an den tatsächlichen Kosten. Ziel ist es, Wohnraum langfristig zu sichern und bezahlbar zu halten. Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zu bezahlbarem Wohnraum.
Wie entsteht Wohnraum bei der HGW?
Wohnraum entsteht bei der HGW nicht nur durch Neubauten. Ein grosser Teil unserer Arbeit liegt in bestehenden Siedlungen: Gebäude werden instand gehalten, saniert und weiterentwickelt. Dafür haben wir im Jahr 2025 rund 11,7 Millionen Franken investiert.
Gleichzeitig entstehen neue Bauprojekte, wenn zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann, aktuell zum Beispiel im Grabenacker oder beim Alpenblick. Dort entstehen rund 150 neue Wohnungen, weitere sind an anderen Standorten geplant.
Diese Entwicklungen sind notwendig, um den Wohnraum langfristig zu erhalten und an veränderte Anforderungen anzupassen, etwa in Bezug auf Energie oder neue Wohnformen. Sie haben aber auch Auswirkungen auf den Alltag. Sanierungen beeinflussen das Wohnen und Zusammenleben. Investitionen wirken sich auf Kosten aus. Neue Projekte bringen Veränderungen und manchmal auch neue Nachbarschaften.
Damit verändert sich nicht nur der Wohnraum selbst, sondern auch das Zusammenleben in den Siedlungen. Denn wie gebaut und saniert wird, beeinflusst, wie Menschen sich begegnen und miteinander leben.
Deshalb stellt sich bei jedem Schritt die gleiche Frage: Was bedeutet das für die Menschen, die bei uns wohnen – heute und in Zukunft?
Raum fürs Miteinander
Wohnraum besteht deshalb nicht nur aus Wohnungen. Auch die Räume dazwischen prägen den Alltag: Treppenhäuser, Eingänge, Spielplätze, Waschküchen oder Wege. Hier begegnet man sich. Hier entstehen Gespräche – aber auch unterschiedliche Erwartungen. Diese Begegnungsräume sind Teil dessen, was die HGW gestaltet: beim Bauen, beim Sanieren und in der Weiterentwicklung unserer Siedlungen.
Ein Thema übers Jahr hinweg
Das Fokusthema «Raum fürs Miteinander» greift diesen Zusammenhang auf.
Im Verlauf dieses Jahres zeigen wir,
- wie Wohnraum bei der HGW entsteht und weiterentwickelt wird,
- wie Entscheidungen getroffen werden, die unsere Siedlungen prägen,
- und wie sich das Zusammenleben im Alltag zeigt.
Wir betrachten diese Themen im Zusammenhang.
Denn wie wir bauen, beeinflusst, wie wir wohnen – und wie wir wohnen, prägt, wie wir zusammenleben. Diese Zusammenhänge zeigen wir im Verlauf des Jahres anhand von konkreten Beispielen und Einblicken.